Last updated on 05.12.2025
Trump-Souvenirs aus Washington – zwischen Kult, Kitsch und knallrotem Statement
Wenn ich Gäste durch Washington führe – sei es auf Deutsch oder Französisch – landen wir früher oder später beim Thema Trump. Und ganz egal, ob meine Besucher ihn bewundern, ablehnen oder einfach nur neugierig sind: Die Souvenirs rund um ihn sorgen immer für Reaktionen.
Als ich 2013 nach Washington gezogen bin, waren überall die Obamas: T-Shirts mit der ganzen Familie oder nur Michelle, Tassen mit Barack, Baby-Strampler mit „Yes We Can“. Obama war nicht nur Präsident – er war ein globales Phänomen. Ich erinnere mich noch gut an eine Reise nach Kuba 2017: Selbst in Havanna gab es Barack‑Obama‑T-Shirts und Taschen im Souvenir‑Regal.
Dann kam 2017 Trump ins Weiße Haus und die Souvenir-Läden schwenkten komplett um. Trump war plötzlich auf allem – Hüten, Tassen, T-Shirts, Enten, Strümpfen – einfach überall.
Danach wurde Joe Biden (2021) Präsident. Aber: Es gab nie Biden‑Merchandising auf den Straßen. Stattdessen tauchten wieder neutrale „Washington D.C.“-Sweatshirts auf. Dass Politik auch ein Geschäft ist – dafür kennt man Trump. Seit seiner Rückkehr 2025 ist Trump‑Merch wieder überall zu sehen. Trump ist – ob man ihn mag oder nicht – einfach besser fürs Geschäft.
Als Gründerin von Willkommen in Washington habe ich viele Gespräche über Präsidenten, Politik und Popkultur geführt – aber Trump ist und bleibt das Gesprächsthema Nummer 1, wenn es um schräge Souvenirs aus Washington geht.
Der MAGA-Hut: gesehen, gelacht – aber nie gekauft
Der rote MAGA-Hut mit dem Slogan „Make America Great Again“ ist vermutlich das bekannteste Trump-Souvenir. Jeder kennt ihn, und er ist überall in Washington zu finden – ob als Original, Parodie oder modische Variante in Pink, Navy oder Schwarz („Dark MAGA“).
Was viele überrascht: Keiner meiner Gäste hat je einen gekauft. Aber fast alle bleiben davor stehen, machen ein Foto oder fragen nach den Hintergründen.
Laut offiziellen Angaben wurden bereits über zwei Millionen MAGA-Hüte verkauft – ein politisches Accessoire, das längst zum globalen Symbol geworden ist.

Mein Favorit: Trump als Quietscheente? Fast.
Ich selbst habe keine Trump-Souvenirs gekauft – aber ein Freund hat mir mal eine ganz besondere Figur geschenkt: Donald Trump als Troll, mit grell-orangefarbenem Teint und wild getupftem Haar. Ich musste lachen – und hab sie behalten.
Was ich aber immer wieder erwähne, weil sie einfach herrlich absurd ist: die Trump-Badeente. Gelb, mit entschlossenem Blick, MAGA-Kappe auf dem Kopf und manchmal einem Mini-Schild in der Flosse. Ich zeige sie gerne auf Fotos, wenn ich meinen Gästen erkläre, wie viel Humor (und Wahnsinn) im amerikanischen Polit-Merch steckt. Die Reaktionen? Zwischen „Ist das echt?“ und „Die brauch ich für meinen Bruder!“ – alles schon gehört.

T-Shirts für jede Stimmungslage
Ein Trump-Souvenir, das wirklich überall auftaucht: T-Shirts mit Sprüchen. Und die Bandbreite ist riesig – von patriotisch bis provokant, von ironisch bis ernst gemeint. Manche tragen einfach nur „Trump 2024“, andere sind mit Aufdrucken versehen wie „Miss Me Yet?“, „I’ll Be Back“ oder – für Fans der Übertreibung – „The Greatest President Ever“.

Was auffällt: Die Verkäufer greifen nach jeder Gelegenheit, um neue Motive auf den Markt zu bringen. Ein Gerichtsurteil? Ein Wahlkampfauftritt? Eine Schlagzeile in den Nachrichten? Am nächsten Tag gibt’s schon ein T-Shirt dazu.
Besonders auffällig war das nach dem Attentatsversuch im Mai 2025: Keine drei Wochen später waren bereits T-Shirts im Umlauf mit Sprüchen wie „Still Standing“ oder „Can’t Stop Trump“. Für die einen geschmacklos, für andere ein Ausdruck politischer Treue – in jedem Fall typisch amerikanisch.

Und dann wären da noch die Trump-Boxershorts…
Wem die Kappe zu politisch und die Ente zu kindlich ist, für den gibt es da noch eine ganz eigene Kategorie: Trump-Unterwäsche. Ja, wirklich.
Eine der verrücktesten Varianten: Boxershorts mit Trumps Gesicht – inklusive grimmigem Blick, Haartolle und Stars-&-Stripes-Hintergrund.
Ob die jemand wirklich trägt oder nur verschenkt – das bleibt offen. Aber allein die Tatsache, dass es so etwas zu kaufen gibt, zeigt, wie weit das Spiel mit Trump als Marke inzwischen geht.

Süßigkeiten mit Trump‑Label 🍬
In den Souvenir-Shops rund ums Weiße Haus geht’s nicht nur um Kappen und Tassen – Schokolade, Popcorn und Gummi-Snacks sind ebenfalls im Angebot und immer ein Hingucker. Besonders beliebt ist ein süßes Stück Merch aus dem Trump Store: das Gummy Bears Set mit Trump-Branding. Kleine Fruchtgummi-Bären in buntem Beutel – vielleicht nicht politisch aufgeladen, aber definitiv foto-würdig.

Manche Läden bieten auch Trump-Schokolade an – oft in Verpackungen mit Porträt, Flagge oder Wahlkampfslogan. Ich sag’s mal so: Wer zartschmelzende Schokolade aus Belgien oder die gute alte Rittersport gewohnt ist, sollte lieber bei den Gummibärchen bleiben. Die Qualität der amerikanischen Schokolade ist… sagen wir: patriotisch im Geschmack, aber nicht zwingend ein Genuss.
Dafür sorgt sie für Lacher – und ist ein beliebtes Motiv auf Urlaubsfotos. Ich habe im Laufe der Zeit viele dieser Fundstücke fotografiert – meine kleine Galerie amerikanischer Geschmacksexperimente. Und ja, die zeige ich euch gerne bei der nächsten Tour.
Wo findet man solche Souvenirs aus Washington?
Wenn du jetzt neugierig bist, wo man solche Artikel bekommt:
In Washington gibt es keine Straßenverkäufer am Kapitol, aber rund ums Weiße Haus und entlang der National Mall, besonders bei den großen Museen, wirst du fündig.
Eine gute Online-Quelle ist der Shop Stars & Stripes DC – ideal, wenn du etwas nach Hause bestellen oder verschenken willst, ohne es durch die Stadt zu schleppen. Dort gibt’s MAGA-Hüte, Tassen, Schlüsselanhänger – und natürlich auch Badeenten.
Fazit
Trump-Souvenirs sind nicht einfach nur Mitbringsel – sie sind Gesprächsthema, Statement und manchmal einfach nur herrlich schräg. Meine Gäste kaufen sie nicht, aber sie bleiben jedes Mal davor stehen.
Ob MAGA-Hut, Trollfigur oder Gummibärchen – Trump ist in Washington omnipräsent. Und wenn du auf der Suche nach originellen Souvenirs aus Washington bist, die garantiert auffallen: Ich zeig dir gerne, wo du fündig wirst. Ob du’s dann wirklich kaufst? Das überlasse ich dir.

Catherine interessiert sich seit jeher für Sprache, Gesellschaft und Politik. Seit ihrem Umzug in die USA verfolgt sie das politische Geschehen mit besonderem Interesse. Aus dem Wunsch heraus, ihr Wissen weiterzugeben, bietet sie heute Stadtführungen in deutscher Sprache an. Nach Jahren des Schreibens für einen beruflichen Blog fehlte ihr das Erzählen – heute teilt sie hier ab und zu Tipps und Eindrücke aus dem Alltag in der Hauptstadt. Als Mutter von drei Kindern achtet sie darauf, dass sich auch Familien bei ihren Touren gut aufgehoben fühlen.





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